Diese Homepage ist Lothar Böhnisch gewidmet und wird laufend aktualisiert. Seine Arbeitsfelder werden von befreundeten Kollegen und Kolleginnen vorgestellt.

Questa homepage è dedicata a Lothar Bohnisch e viene costantemente aggiornata. I temi centrali della sua opera vengono presentati da colleghe e colleghi amici.

This homepage is dedicated to Lothar Böhnisch und will be updated regularly. His research topics are presented by friends and colleagues.

Richard Krisch
Karl Lenz
Werner Schefold
Wolfgang Schröer

Akademische Stationen

Die frühen Jahre
Geboren 1944 in Trautenau/ Trutnov.
Trautenau 1943Trautenau heute
Aufgewachsen in Unterfranken
Genauer in Marktheidenfeld.
GoogleMaps Hechingen
Die Kleinstadt Marktheidenfeld ist neben Pfarrkirche St. Laurentius bekannt vor allem wegen der mächtigen Mainbrücke aus Sandstein. In der Altstadt gibt es hübsche Gassen, zahlreiche historische Fachwerkhäuser, eine sehenswerte Mainpromenade und einen schönen Marktplatz mit dem Fischerbrunnen.
Marktheidenfeld
Schulbildung und Studium
Das Gymnasium besuchte er in Lohr.
Lohr
Der erste Weg führte an die Universität in Würzburg. Er studierte hier 1963 bis 1965 Volkswirtschaft, Geschichte und Politologie. (Seine Affinität zum Fußballsport bildete er in dieser Zeit an den Außenbahnen in der Bezirksliga Unterfranken aus.)
Universität WürzburgWappen Universität in Würzburg
Bald aber war der Wunsch, Soziologie in München zu studieren, stärker. Von 1965 bis 1969 studierte er Soziologie in an der LMU München, vor allem bei Emerich K. Francis (1906 -1994).
LMU MünchenLMU München
Emerich K. Francis, der 1939 wegen seiner jüdischen Abstammung aus Österreich fliehen musste, fand in der Emigration in Kanada (University of Manitoba) und USA (University of Notre Dame, Southbend Bundesstaat Indiana) zur Soziologie. 1954 besuchte er erstmals nach Kriegsende Europa. In den beiden folgenden Jahren übernahm er Gastprofessuren in München und Innsbruck. Ab 1955 bewarb sich Francis auf den neu eingerichteten soziologischen Lehrstuhl an der Universität München, konnte dort aber erst 1959 nach langen hochschulpolitischen Querelen und einem landespolitischen Regierungswechsel tätig werden.
LMU München


"A social system is a system and not a bus station" (Francis)
Deutsches Jugendinstitut
Weiterhin München: Nach dem Studienabschluss führte der Weg zum Deutschen Jugendinstitut.
Deutsches Jugendinstitut
Von 1970 bis 1974 als wissenschaftlicher Referent tätig. Zuerst für den Dritten Jugendbericht, dann für Jugendpolitik. Von 1974 an bis 1981 leitet es den Forschungsbereich Jugendhilfe/Jugendpolitik:
Zentrale Arbeitsthemen sind Jugendpolitik, Jugendarbeit, Studien zum Jugendhilferecht, sozialpädagogische Theoriebildung, Sozialisationsforschung.
Deutsches Jugendinstitut


An der Universität Tübingen erfolgte 1979 die Promotion mit der Dissertation „Politische Dimensionen sozialpädagogischer Analyse“.
Universität Tübingen


In dieser Zeit als Aussenredakteur in der Redaktion bei betrifft: Erziehung, damals die progressive und weit verbreitete Zeitschrift für Bildung, Schule etc.
Universität Tübingen




Von 1976 bis 1980 Lehrauftrag an der Universität Regensburg, Fakultät für Pädagogik, Politik, Psychologie Lehrstuhl Prof. Heid, Thema „Außerschulische Jugendbildung“ (zusammen. mit Werner Schefold).

In der ersten Seminarsitzung erklärten ca. 10 SDAJ-Mitglieder unter den Studierenden, dass zu dem reaktionären Seminar ein Gegenseminar laufen würde. Beim „Kneitinger“, dem beliebtesten Gasthaus in Regensburg, wurde der Konflikt entschärft.

1981 dann für drei Jahre kommissarischer Direktor des DJI.

.„Als ich 1981 das Direktorat des DJI kommissarisch übernahm, befand sich das Institut gewissermaßen am Abschluss seiner stürmischen Expansion der 1970er Jahre, aber auch an einem wichtigen Scheideweg. (...)

Nun musste sich das Institut auf seine erworbene Substanz besinnen, d.h. sich in der Forschungs- und Praxislandschaft neu positionieren und profilieren. Zudem war das förderungspolitische Umfeld recht instabil und unübersichtlich; in meiner kurzen Amtszeit habe ich z.B. etliche Minister- und Staatssekretärswechsel erlebt. Gleichzeitig hatte inzwischen auch die universitäre Forschung in den Bereichen Familie, Jugend, Jugendhilfe und Berufsplatzierung an Terrain gewonnen. Die Blütezeit des Instituts als „gesetzte" Entwicklungswerkstatt des sozial-liberalen Sozialstaates war zu Ende. Neue Statusmodelle wurden für das DJI diskutiert, Zukunftsszenarien hin- und hergeschoben: Vom (erträumten) Max-Planck-Institut für Familien-, Jugend und Jugendhilfeforschung bis zur (gefürchteten) nachgeordneten Behörde der einschlägigen Bundesministerien reichte das Spektrum."

Universität Tübingen


1982 erfolgte die Habilitation („Der Sozialstaat und seine Pädagogik. Sozialpolitische Anleitungen zur Sozialarbeit“) an der Universität Tübingen, ab dieser Zeit war er dort als Privatdozent und später als Professur tätig.
Universität Tübingen
1983 ging er auf eine Außenstelle des DJI am Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Tübingen und baute zusammen mit Heide Funk den Arbeitsschwerpunkt der Landjugend- und Regionalforschung auf.
Universität Tübingen
Kooperation mit den Bauern- und Landjugendverbänden, den Akademien, vielen regionalen Projekten mit Landkreisen, Gemeinden im südwürttembergischen Raum.
Der Lebensschwerpunkt verlagert sich aus der bayerischen Landeshauptstadt nach Hechingen.
HechingenGoogleMaps Hechingen


Unterbrochen wurde die Tätigkeit durch Gastprofessuren an der Universität Zürich und der Universität Fribourg.

Universität FribourgUniversität Zürich
Technische Universität Dresden


Ab 1991 wechselt er an die Technische Universität Dresden. Lothar Böhnisch wird als Gründungsprofessor für Sozialpädagogik und Sozialisation der Lebensalter berufen.
Technische Universität DresdenDresden Weberplatz
Es beginnen 18 Jahre erfolgreiche und engagierte Arbeit am Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften an der TU Dresden. Seine Arbeit zeichnet einen erfolgreichen Mix aus Theorieentwicklung, empirischer Forschung sowie Projekt- und Modellentwicklung in internationaler und regionaler Perspektive aus. Er integriert das Institut in europäische Forschungsnetzwerke zur Übergangsforschung, begleitet große politische Bundesmodellprojekte wie z.B. das Aktionsprogramm gegen Aggressionen und Gewalt (AgAG) und ist auch immer wieder erfolgreich in der Einwerbung von durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten zur Grundlagenforschung.
Dresden Weberplatz
Dresden WeberplatzDresden Weberplatz

1992 gründet Lothar Böhnisch zudem zusammen mit Kolleginnen und Kollegen das Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (Iris e.v.). In den folgenden Jahren wird Iris e.V. zu einem der zentralen Forschungsinstitute zur Regional- und Beschäftigungsforschung in Ostdeutschland.
Institut für regionale Innovation und Sozialforschung


Ein festes Team beim Schreiben.
Teamwork


1997 erscheint in der ersten Auflage sein sozialpädagogisches Grundlagenwerk Sozialpädagogik der Lebensalter.
Sozialpädagogik der Lebensalter


Wie kaum ein zweiter Hochschullehrer hat Lothar Böhnisch den wissenschaftlichen Nachwuchs gefördert. Das zeigen die zahlreiche Promotionen, die er betreute und bei denen er vielfach nicht nur mehr ein wichtiger Ideengeber, sondern auch der Garant war, dass diese erfolgreich abgeschlossen wurden. Er beteiligte die jungen Mitarbeiter/innen immer auch an seinen Sammelbänden.

Hier einige Autor/innen des Buches „Doppelpässe“ bei einer Präsentation in Wien.
Autor/innen des Buches „Doppelpässe“




Seit 1991 ist Lothar Böhnisch auch regelmäßig in Österreich tätig. Verschiedenste Lehraufträge und Forschungsprojekte führen ihn immer wieder nach Graz an das Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Arbeitsbereich Sozialpädagogik der von Josef Scheipl geleitet wird.
Graz


Gleichzeitig hielt er viele Seminare in Wien beim Verein Wiener Jugendzentren ab. Diese sind mit verschiedenen Publikationen und Vorträgen, wie dem anlässlich der 30-Jahres Feier im Oktober 2008, verbunden.
Öffentliche AuftritteÖffentliche Auftritte
WienWien

Eine Überraschung zum 60ten Geburtstag: Der Verleger Lothar Schweim überreicht in Karlsbad Lothar Böhnisch das ihm gewidmete Buch „Entgrenzte Lebensbewältigung“ von Karl Lenz, Werner Schefold und Wolfgang Schröer.
Überraschung zum 60tenÜberraschung zum 60ten


Während dieser Zeit in Dresden war er als Gastprofessur an der Universität Bologna und in den letzten Jahren vor allem an der Universität Bozen mit Sitz in Brixen tätig.


Universität Bologna
Universität BolognaUniversität Bologna
Universität Bologna
Neue Station: Freie Universität Bozen, Standort Brixen
Nachdem Lothar Böhnisch bereits in der Vorjahren Lehrveranstaltungen in Brixen druchgeführt hatte, hat er mit dem Studienjahr 2008/09 eine Professur an der dortigen Fakultät für Bildungswissenschaften übernommen, die er in den nächsten Jahren fortführen wird.
Universität BrixenUniversität Brixen



Er ist in den Studiengängen (Laureat, Bachelor, Master) in Bildungs- wissenschaften, Sozialpädagogik und Sozialarbeit engagiert und bietet Lehrveranstaltung zur Allgemeinen Soziologie, Pädagogische Soziologie und Soziologie Abweichenden Verhaltens an.

Er hat die neue Aufgabe mit einem Koffer voller Pläne angetreten, die bald eine Fortsetzung dieser Seite erfordern werden!!
Universität Brixen

Universität BrixenUniversität Brixen
Homepage Robin Ullrich